„Kleine Regelkunde“

Wasserball wird von zwei Mannschaften mit einem Ball gespielt. Das Spiel dauert 4 x8 Minuten. Zwischen dem Zweitem und Dritten Spielviertel liegt eine Pause von 5 Minuten. Sonst dauert die Pause 2 Minuten. Die Mannschaften bestehen aus 13 Spielern, von denen immer 6 Feldspieler mit einem Torwart immer Wasser sind. Es darf beliebig oft ausgewechselt werden. Eine Angriffszeit beträgt 30 Sek. Der Torwart darf den Ball als einziger mit zwei Händen spielen. Die Spieler dürfen sich bis zu einem gewissen Grad, der im Ermessensraum der 2 Schiedsrichter liegt, unter Wasser drücken und festhalten. Erfolgt das Foul hinter der 5m-Linie kann der Freiwurf direkt auf dem Tor ausgeführt werden. Erfolgt das Foul im 5m-Raum muss der Ball vor einem Schuss auf das Tor abgespielt werden. Der Schiedsrichter kann auch ein grobes Foul pfeifen und den Spieler für 20 Sekunden des Feldes verweisen. Bei einem Schuss auf das Tor muss der Abstand min. 2m betragen. (Rote 2m Linie) Wird den Ball vom Torwart abgewehrt gibt es eine Ecke, erfolgt die Abwehr vom Verteidiger, gibt es keine Ecke. Nachfolgend die Regeln im Detail.

1. Spieldauer

Das Spiel geht über vier Viertel. In den ersten beiden Ligen der Herren wird 4 x 8 Minuten effektiv, also mit einem Stopp der Uhr bei jeden Schiedsrichterpfiff gespielt. Die Pause zwischen den Abschnitten beträgt 2 Minuten. Zwischen den zweiten und dritten Abschnitt liegt eine Pause von 5 Minuten. Bei Spielen, die einen Sieger erfordern, also Pokalspiele oder Play-off-Spiele, gibt es bei Gleichstand nach der regulären Spielzeit durch ein Strafwurfschießen mit je 5 Spielern entschieden. Die Mannschaften unterscheiden sich durch Kappen, die in beliebiger Farbe getragen werden können.

2. Spieler

Jede Mannschaft besteht aus 13 Spielern, bei internationalen Turnieren im europäischen Verband LEN (der Weltverband heißt FINA) sind bis zu 15 Spielern erlaubt. Im Wasser befinden sich 6 Feldspieler und ein Torwart jeder Mannschaft. Die Mannschaften dürfen nach einem Torerfolg, Auszeit und zwischen den Abschnitten wechseln. Während des laufenden Spiel dürfen die Mannschaften, die im Ballbesitz sind, nur über ihren eigenen Widereintrittsraum von der Auswechselbank auswechseln.

3. Scheidsrichter

Die Spiele werden von zwei Schiedsrichter geleitet, die sich außerhalb des Wassers an den Längsseiten des Spielfeldes mit dem Spielgeschehen bewegen. Die Schiedsrichter zeigen dem Ballbesitz für eine Mannschaft an,

im dem sie die Richtung zeigen, in die gespielt wird.Die Schiedsrichter tauschen nach dem ersten und dem dritten Abschnitt die Seiten. International und bei wichtigen Spielen werden Torrichter eingesetzt, allerdings sind die Schiedsrichter nicht weisungsabhängig, d.h. sie sind nicht verpflichtet, die Entscheidung der Torrichter zu beachten. 

4. Regelverstöße

Es gibt leichte und schwere Regelverstöße. Bei leichten Regelverstößen, z.B. das unterdrücken eines Gegners oder das drücken des Balles unter Wasser, kommt es zum Ballbesitzwechsel; also die gegnerische Mannschaft bekommt den Ball. Ein schwerer Regelverstoß, z.B. das Festhalten des Gegners oder das Foulspielen am Center (der Spieler vor dem Tor) zieht einen Ausschluss des Spielers für 20 Sekunden nach sich. In dieser Zeit spielt die gegnerische Mannschaft in Überzahl. Wenn ein Spieler dreimal ausgeschlossen worden ist, darf er in dem Spiel nicht mehr eingesetzt werden. Während der Zeitstrafe muss der Spieler in der Wechselzone warten, bis ein Ballbesitzwechsel sattgefunden hat, oder nach Ablauf der 20 Sec. Zeitstraffe, darf er wieder ins Spiel eintreten. Er darf auch ausgewechselt werden. Ein Spieler kann vom Schiedsrichter bei groben Foul und Unsportlichkeit für das ganze Spiel ausgeschlossen werden. Dies erfolgt mit Ersatz, d.h. ein anderer Spieler darf dafür eingesetzt werden. Verursacht ein Spieler eine Brutalität, wird der Spieler für das ganze Spiel ausgeschlossen, der gegnerischen Mannschaft wir ein Strafwurf zugesprochen und spielt dann 4 Minuten in Überzahl. Ein 5m-Strafwurf wird gepfiffen, wenn der Gegner beim eine klare Torchance innerhalb des 5m-Raums verhindert und direkt zum Tor gerichtet ist. Ein verteidigender Feldspieler darf nicht mit zwei Armen abwehren.

5. Algemeine Regeln

Die Spieler dürfen, vom Torwart abgesehen, den Ball nur mit einer Hand spielen. Der Torwart darf nur bis zur Mittellinie schwimmen. Jede Mannschaft darf pro Spielviertel eine Auszeit nehmen. Der Trainer darf sich nur bis zur eigenen 5m Linie bewegen. Die Farbe der Kappen beider Mannschaften muss sich deutlich unterscheiden. Diese dürfen nicht einfarbig rot sein und muss von der Farbe des Balles abweichen. Wenn sich die Farbe deren Kappen nicht deutlich interscheidet, muss eine Mannschaft auf Verlangen der Schiedsrichter weiße Kappen tragen. Vorstellung der Mannschaften außerhalb des Schwimmbeckens ohne Kappen, Die Torwarte tragen rote Kappen (TW Nr. 1 und Ersatztorwart die Nr. 13).